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"Training ist sehr professionell"

16.09.06 13:15


Binger Trio bei "VoiceVision"-Auftakt

"Aus einer Torte musste ich noch nicht springen." Menna Mulugeta, 14, gilt seit ihrem Sieg beim "VoiceVision"-Wettbewerb 2005 als gefragter Überraschungsgast für Geburtstage, Taufen und Hochzeiten. Was alles seit dem Finale in der Phönixhalle geschah? Die AZ fragte bei den Binger Kandidatinnen nach.
 


Würden sofort wieder bei dem Wettbewerb "VoiceVision" mitmachen: Lea Funk, Larissa Herber und Menna Mulugeta (von links). Foto: hbz/Stefan Sämmer

BINGEN "Aus einer Torte musste ich noch nicht springen." Menna Mulugeta, 14, gilt seit ihrem Sieg beim "VoiceVision"-Wettbewerb 2005 als gefragter Überraschungsgast für Geburtstage, Taufen und Hochzeiten. Was alles seit dem Finale in der Phönixhalle geschah? Die AZ fragte bei den Binger Kandidatinnen nach. Mit etwa einem Auftritt als Sängerin pro Monat kann Menna Mulugeta ihr Taschengeld aufbessern. "Ein schönes Gefühl, wenn die Beschenkten vor Freude sogar weinen." Eine aufregende Zeit sei für sie nach dem Final-Song angebrochen. Insbesondere nach ihrem Auftritt beim Internationalen Begegnungsfest in Bingen haben "wildfremde Menschen" bei Familie Mulugeta in Weiler angerufen. "Sie wollten mich für ihre Feier buchen."

 

Die Trainingseinheiten der Pop-Akademie für die Gewinner des Gesangswettbewerbs fanden in den Sommerferien statt. An drei Tagen übten die Mädchen mit professioneller Unterstützung. Zusammen mit Alina Krisam aus Ingelheim, die Drittplatzierte vor einem Jahr, teilte sich Menna das Benzingeld. "Sehr professionell" sei das Training gewesen, attestiert Menna. Ihr klassischer Gesangsunterricht habe von der neuen Sparte "Pop" stark profitiert. Und ganz nebenbei habe sich auch ihr Freundeskreis erweitert.

 

Für Lea Funk, 17, sind derzeit andere Themen als ihr Gesang wichtig. Gerade hat sie die Führerschein-Prüfung bestanden. In ihren Leistungskursen Englisch, Biologie und Erdkunde werden Kursarbeiten geschrieben. "Einen Musik-Leistungskurs bietet das Stefan George-Gymnasium ja leider nicht an." Auf dem Boden bleiben, das ist Leas Devise. Ob sie ein Musik-Studium erwägt? "Bis zum Abi 2008 ist noch eine Menge Zeit." Lea hatte Gospel-Proben in Koblenz gewonnen und sollte Solo-Parts singen. "Das war aber nicht mein Ding." Positiv dagegen ihre Erfahrung beim Einsingen ihrer CD-Aufnahme "For all the time". "Die Studio-Produktion in Heidesheim war eine tolle Erfahrung", hebt auch Larissa Herber, 18, hervor. Drei Monate dauerte die Produktion, Texten, Melodie-Findung, die Aufnahmen. Eine Gala in der Phönixhalle, zusammen mit weiteren Finalisten von "VoiceVision" am 30. September wird die Premiere vor großem Publikum sein. Gleichzeitig bildet die Veranstaltung den Startschuss für die Fortsetzung des Gesangswettbewerbs, den das Mainzer IT-Beratungsunternehmen EuroDriver Group wieder gemeinsam mit der Allgemeinen Zeitung veranstaltet.

 

"Ich bin gespannt, wie die Zuhörer reagieren." Neu im Leben von Larissa: Die Büdesheimerin singt in einer Band. "Der Schlagzeuger hat mich bei "VoiceVision" gesehen." So kam der Kontakt zustande. Mit ihrer Stimme Geld zu verdienen, das ist ihr Ziel. Es muss ja nicht zwingend das Gesangsfach sein. Ihren Nachfolgerinnen rät Larissa: "Nehmt den Wettbewerb nicht verbissen ernst und zeigt, dass ihr Spaß an der Musik habt. Ich persönlich kann die Teilnahme nur empfehlen", resümiert sie. "Vor 1500 Menschen in einer Halle aufzutreten, das ist für sich allein die Erfahrung wert."

VON: CHRISTINE TSCHERNER




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