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Mut gehört auch dazu

07.10.05 10:26


Wettbewerb "Voice-Vision" am Gutenberg-Gymnasium

(aus Allgemeine Zeitung)


 


Lampenfieber wie die großen Stars, aber auf der Bühne auch einen Auftritt wie die ganz Großen: Am Gutenberg-Gymnasium beeindruckten die Gesangsstimmen der Schüler.

Foto: hbz/Bahr

 

Vom 07.10.2005

"Voice Vision- eine rheinhessische Vision" - unter diesem Motto bietet der gleichnamige Gesangswettbewerb musikbegeisterten Schülerinnen und Schülern an rheinhessischen Schulen eine Plattform, um ihr Können in einem professionellen Rahmen zu zeigen und im Wettbewerb mit anderen Talenten unter Beweis zu stellen.

 

Von

Angelika Wende

Den Gewinner des 1. und 2. Preises winken ein Pokal und zwölf vom Veranstalter gestiftete Trainingseinheiten an der Pop-Akademie in Mannheim. Also dann, singe, wem Gesang gegeben und da gibt es so manches Talent, das bisher im Verborgenen blühte. Singen vor Publikum ist schon etwas ganz anderes. Rote Backen und zitternde Hände am Mikro, Lampenfieber, wie bei den echten Stars gehören dazu. Bei einigen Interpreten hat man das Gefühl, da sind Profis auf der Bühne, die singen schließlich auch zu Playback und das nicht unbedingt besser. "Singen hat etwas mit Seele zu tun und den Mädchen fällt es leichter als den Jungs sie nach außen zu zeigen, dabei haben die Jungs oft die schöneren Stimmen, das wissen sie nur nicht." Die Erklärung, warum unter den 15 Teilnehmern beim Vorentscheid im Gutenberg Gymnasium bis auf einen Jungen nur das weibliche Geschlecht vertreten ist, liefert Dr. Klaus Eichenlaub, Geschäftsführer beim Landesmusikrat und Jurymitglied von Voice Vison, einer der fünf kompetenten Musikprofis, die über Chance oder Weiterüben der Youngsters entscheiden.

Die Schüler des GutenbergGymnasiums machen es den Musikprofis nicht leicht. Sie alle haben Potential und Stimme. "Mut gehört dazu, eine gehörige Portion, sich darstellen, sich beweisen, allein das ist eine Leistung", sagt der Moderator des Events Hajo Schöne, seines Zeichens Musik und Religionslehrer. Was die Schüler heute lernen hilft ihnen garantiert und wenn es nur beim nächsten Referathalten ist. Aber die jungen Menschen da oben auf der Bühne wollen mehr, haben Ambitionen, sind begeisterungsfähig, kreativ und haben das Ziel etwas aus ihrer Begabung zu machen. "Musik", so Karl-Heinz Krummeck, Initiator des Contests, "kann Begeisterung unterstützen, ja sie sogar verstärken und der Gesang kann positive zukunftsorientierte Botschaften aussenden." Was ausgesendet wird sind zunächst einmal Titel von angesagten Interpreten wie Ronan Keating, Britney Spears und Chartbreakern wie Juli und Nora Jones. Aber die zukünftigen Stars sind ja auch erst am Anfang ihrer potentiellen Karriere. Dafür sind sie gut, richtig gut.

Marlene Jahn, die erste der 15 Kandidaten, beeindruckt durch ihre sensible Interpretation von Nathalie Imbruglias "Torn". Sie gehört zu den "älteren" Sängerinnen, Jahrgang 1986-1989. Da haben es die Kleineren schwer, denkt man, umso größer die Überraschung nach der Entscheidung der Jury. The Winner is: die dreizehnjährige Lea Walter. Gut gewählt. "I Believe" von Joana Zimmer kommt so cool rüber, mit soviel Stimmintensität, das musste einfach überzeugen. Einer faszinierenden Portion Charisma und einer kristallklaren Stimme verdankt es die 12 jährige Tamara Kissel, die den Nachwuchspreis erhält. Frenetischer Beifall aus den Reihen des Publikums. Verdientermaßen auch für den 2. Preis. Er geht an die 14-jährige Maria Ignacia Deisen Pinto. Die 1988 geborene Katharina Schlag, dank ihrer ausgezeichneten Stimme mit Profitouch, gewinnt den 3. Preis.

 




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